Sonstige Hinweise - Other informations - im "Interdisziplinären Arbeitsfeld Ethnologie & Medizin" PDF Drucken E-Mail

Inhalt/Contents

Medizinethnologie studieren - Studying  medical anthropology 

Ärzteprogramme / programs for postgraduate training of medical staff 

Reisemedizin - travel medicine / Public Health 

Kampagnen 

Sonstiges zu wichtigen Organisationen - other organisations etc.  

Schamanismus 

Esoterik

## neue Eintragungen (aus den letzten 6 Monaten) /
new notes (since 6 months)

Medizinethnologie / "Ethnomedizin" studieren

Heute wird in der Regel von Medizinethnologie gesprochen, wenn man das meint, was allgemein im deutschsprachigen akademischen Bereich weit bis in die 1990er Jahre mit Ethnomedizin bezeichnet wurde. Hierzu siehe ausführliche Dokumentation von Definitionen zum Gebrauch des Begriffes Ethnomedizin bei
AGEM >>Was ist Ethnomedizin?

Ethnomedizin wird im deutschsprachigen Bereich heute zunehmend in den Bereichen von eher kommerziell orientierten oder zum Teil esoterisch überbauten sowie teilweise komplementär- und alternativmedizinisch konzipierten Medikalkulturen des Alltags angesiedelt (siehe auch Websites beim Stichwort Schamanismus / Neoschamanismus unten).

Es gibt im deutschen Sprachraum nur fragmentierte Möglichkeiten, um auf der akademisch universitären Ebene Medizinethnologie oder Medical Anthropology zu studieren.

1) An der Medizinischen Universität Wien gibt es dazu seit 1993 ausgewiesene Module, die weiter traditionsbewusst "Ethnomedizin" genannt werden, vgl. Website der Österreichischen Gesellschaft für Ethnomedizin. Es werden im Rahmen des Medizinstudiums medizinanthropologische Pflichtmodule gelehrt, die auch von Ethnologen als Baustein des Studiums belegt werden können.

2) In der Website der AG Medical Anthropology in der DGV gibt es weitere detailliertere Auskünfte zum Studium der Medizinethnologie in Deutschland,

siehe zu 1) und 2) Adressen bei Links.

3) Masterstudiengänge in Deutschland seit 2008

an der FU Berlin am Institut für Ethnologie (mit Med. Anth.)
http://www.polsoz.fu-berlin.de/ethnologie/studium/master_ska/index.html

und am SAI (Südasien-Institut) in Heidelberg spezieller regional ausgerichtet:
MAHASSA (Medical Anthropology Health and Society in South Assia)
http://www.sai.uni-heidelberg.de/ethno/mahassa/

4) International gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten.
Hier Mini-Selektion (in progress):

Amsterdam: Amsterdam Master's in Medical Anthropology,
Fac. of Social and Behavioural Sciences of the Univ. of A., Kloveniersburgwal 48,
1012 CX Amsterdam and Summer and Winter Schools in the field:
http://gsss.uva.nl/programmes # www.fmg.uva.nl/amma


Oxford, UK: Medical Anthropology (one year course)
http://www.isca.ox.ac.uk/prospective-students/degrees/medical-anthropology/


## Wien:
Universitätslehrgang Transkulturelle Medizin und Diversity Care
http://www.meduniwien.ac.at/hp/ulg-transkulturelle-medizin/


## Overview on EASA-Website
http://www.mays-easa.org/p/medical-anthropology-courses.html


Harvard, USA: http://ghsm.hms.harvard.edu/research/medical_anthropology/


Boston, USA: http://www.bu.edu/academics/gms/programs/medical-anthropology-and-cross-cultural-practice/


Creighton University, Omaha, NE, USA

http://www.creighton.edu/gradschool/graduateprograms/
masterofartsma/medicalanthropologyprogram/index.php




Weiterführend in definitorischer Sicht:
Website Rolf Wirsing, Prof. i.R. der HS Zittau-Görlitz

(Definitionen, Literatur etc.)
Medizinethnologie und verwandte Gebiete:
http://web.hszg.de/~wirsing/

Ärzteprogramme

IPH der Universität Heidelberg 
2005 ff=DAAD-Ärzteprogramm und EH-Kurse 1974ff im "IPH".
Ärzteprogramm zu Fragen der Gesundheitsversorgung in Asien, Afrika und Lateinamerika. Diese Seminare dienen der Ergänzung der fachlichen Ausbildung sowie zur persönlichen und fachlichen Orientierung. Teilnehmen können afrikanische, asiatische und lateinamerikanische Student(inn)en der Humanmedizin sowie Ärztinnen und Ärzte aus Afrika, Asien und Lateinamerika, die in Deutschland studieren bzw. sich weiterbilden oder arbeiten. Die Seminare werden vom DAAD ab 1.7.2005 getragen und weiterhin von der Universität Heidelberg durchgeführt.

Entwicklungshelferkurse (früher Kurs: Medizin in Entwicklungsländern. 1975ff) http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Entwicklungshelferkurse.7086.0.html

## Allgemeine Info: Universität Heidelberg / Ärzteprogramm, Im Neuenheimer Feld 324, 69120 Heidelberg, Tel.: +49-6221-567190. Die Kurse sind leider seit 2011 eingestellt. Es werden ähnliche Kurse entwickelt, siehe hier AGGE.

## TropED
The IPH at Heidelberg is a member of TropED,  a network of over 30 institutions with higher education in international Health www.tropEd.org
see short courses www.ukl-hd.de/ph/shortcourses

UB Heidelberg

Die schnelle Literatursuche der UB in HD zu Medizinethnologie /Ethnomedizin etc über folgenden Link http://www.rzuser.uni-heidelberg.de/~hx9/eh/

DAAD Deutscher Akademischer Austauschdienst / German Academic Exchange Service www.daad.de & Universität Heidelberg / Institut für Public Health (IPH, Ex ATHÖG, Ex ITHÖG) (existed from 1975-2010), Kurse eingestellt seit 2010

AKME Der "Arbeitskreis medizinische Entwicklungszusammenarbeit" ist ein seit 40 Jahren bestehender unstrukturierter freiwilliger Arbeitskreis deutschsprachiger Organisationen und Institutionen im bezeichneten Bereich, der sich halbjährlich informell trifft und sich gegenseitig über laufende Vorhaben informiert. In diesem Rahmen konnte zum Beispiel der Entwicklungshelferkurs durch "Lobbyarbeit" verwirklicht werden. Er wird z. Zt. (ab 2010) von Dr. med. Peter Schmitz, DED>GIZ, koordiniert Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.


## NEU>  AGGE die "Akademie für globale Gesundheit und Entwicklung" (Academy of Global Health and Development) ist ein im Februar 2013 gegründeter Verbund des DIFÄM e.V. (Dt. Inst. für Ärztlichen Mission, Tübingen) in Zusammenarbeit mit dem IPH (Inst. Public Health) der Universität Heidelberg und dem Missionsärztlichen Institut in Würzburg mit dem Ziel, im Geiste der sogenanten "Entwicklungshelferkurse" in Heidelberg (siehe oben, ab 1974) ein praxisrelevantes und bedarfsgerechtes Fortbildungsprogramm zur gesundheitsbezogenen Entwicklungszusammenarbeit bereit zu stellen. 
Federführuung: DIFÄM www.difaem.de
www.agge-akademie.de

siehe auch

BASEL
Tropenmedizinische Ausbildungen für die Entwicklungszusammenarbeit
http://www.swisstph.ch/de/ausbildung/professional-postgraduate/allgemeiner-tropenkurs.html

HAMBURG

TÜBINGEN

WÜRZBURG

AMSTERDAM


## Allgemeine Fragen zu EZ (Entwicklungszusammenarbeit)

Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD)

Die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste e.V. (AGdD) ist der Dachverband der sieben Entwicklungsdienste in Deutschland. Die  Mitglieder der AGdD sind vom Bundesministerium für wirtschaftliche  Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als "Träger des Entwicklungsdienstes"  anerkannt. Grundlage für die Arbeit der Entwicklungsdienste ist das Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG), das 1969 von der Bundesregierung  verabschiedet wurde.
http://agdd.entwicklungsdienst.de mit vielen Links !!!

Reisemedizin

www.gesundes-reisen.de

Vielfältige allgemeine, humanökologische und medizinisch relevante Infos zu Ländern,
Erkrankungen, Epidemiologie, Impfungen und Therapie (keine kommerzielle Website)

MD Medicus Reise- und Tropenmedizin GmbH Tropeninstitut Hamburg,
Dr. med. Helmut Jäger, Bernhard-Nocht-Strasse 74, 20359 Hamburg
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

• Master Public Health

DGPH Deutsche Gesellschaft für Public Health e.V.
http://www.deutsche-gesellschaft-public-health.de/


Ausbildungen an den Universitäten:
Berlin: http://bsph.charite.de
Bielefeld: www.uni-bielefeld.de/gesundhw
Bremen: www.public-health.uni-bremen.de
Hannover: www.mh-hannover.de/66.html
Köln: http://gesundheitsoekonomie.uk-koeln.de
München: www.m-publichealth.med.uni-muenchen.de

Hochschulen
:
Fulda: www.hs-fulda.de



Sozialarbeit • Soziale Arbeit und angewandte Arbeitsfelder in "Ethnologie & Medizin"

## Tipps und Ausgewählte Hinweise / selected information

Alice Salomon Hochschule
Willkommen bei der Alice Salomon Hochschule Berlin:
Machen Sie sich ein Bild unserer renommierten Hochschule mit innovativen Bachelor- und Masterstudiengängen der Sozialen Arbeit, Gesundheit sowie Erziehung und Bildung im Kindesalter oder suchen Sie nach praxisorientierten Weiterbildungen. Wir schaffen ein inspirierendes Umfeld für Lehrende, Studierende und Mitarbeitende aus aller Welt.
http://www.ash-berlin.eu/


Hochschule Zittau-Görlitz, Fakultät Sozialwesen
http://f-s.hszg.de/index.php?id=2260 
Reichhaltige Themen, Definitionen,Stichwörter und Literatur bei Prof. Rolf Wirsing (i.R.) zu
Medizinethnologie und verwandte Gebiete:
http://web.hszg.de/~wirsing/ und
Sozialmedizin:
http://web.hszg.de/~wirsing/ASH%20Sozialmedizin09/ASH%2520SozialmedizinSS12PlanX.html


Aktion Courage (Ex IKOM)
http://www.aktioncourage.org/IKoM/

 

Kampagnen • Bewegungen • Zivilcourage

Medizinethnologische Themen können aus dem forschenden Interesse heraus rasch zu Fragen der Anwendung, der Wertebestimmung, der persönlichen Reflektion und zu Entscheidungskonflikten führen. Das liegt in der Natur der Sache, da die gelebten Alltagswelten in gesunden und kranken Tagen einen deutlichen sozial konstruierten Aspekt und damit auch eine dogmatische Seite haben. Beispiel: die programmatischen Umbenennungen vieler deutscher Krankenkassen in Gesundheitskassen und die Vermeidung des Wortes Krankheit und die sich daraus ergebenden Verschiebungen der Perspektiven auf Krankheit und Gesundheit.

In den beiden Zeitschriften der AGEM (seit 1971) wird als eines der Ziele die Förderung des Studiums der Humanökologie und der medizinischen Soziologie im Rahmen der Erschaffung einer reflektierten humanen Lebenswelt genannt.

Teilhabe (Participation) Moderne Entwicklungen der Kommunikation haben neue Medien zur möglichen Steigerung der Transparenz von Entscheidungsprozessen und zur demokratischen Ausgestaltung in den zu entwickelnden Zivilgesellschaften geschaffen.

Hinweise Es werden im Folgenden einige Organisationen aufgeführt, die solche Ziele verfolgen und in denen man punktuell oder regelmässig aktiv werden kann (kein Anspruch auf Vollständigkeit).

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung DSW
im internationalen Bereich der Armutsbekämpfung und der globalen Gesundheit Kampagnien, siehe bei >Kooperationen und Netzwerke http://www.weltbevoelkerung.de

Stiftung Bewegung www.bewegungsstiftung.de
Die Stiftung fördert Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen. In der Website reichhaltige Dokumentation themenbezogener tagespolitischer Diskurse.

Stitftung Bridge. Bürgerrechte in der digitalen Gesellschaft
http://www.stiftung-bridge.de/linkliste/html

• Demokratie in Aktion www.campact.de

The World in Action www.avaaz.org

• München: Umweltinstitut München e.V. www.umweltinstitut.com


Tierschutz, Tierhalterschutz, Umwelt und nachhaltige Entwicklung

• Regenwald Report www.regenwald.org

• Greenpeace, 1971 gegr. in Vancouver www.greenpeace.de

• World Wide Fund for Nature WWF www.wwf.de

• Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
http://albert-schweitzer-stiftung.de

PETA - People for the Ethical Treatment of Animals http://www.peta.de

• Schweisfurth-Stiftung engagiert für nachhaltige Agrar- und Ernährungswirtschaft http://www.schweisfurth.de (German and English), viele Links (!)

• ## League for Pastoral Peoples and Endogenous Lifestock Development
www.pastoralpeoples.org (English), viele Links zum Thema, und
www.eldev.net  

• Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie e.V.
Köln http://www.infoe.de
Zürich http://www.infoe.ch

• ## Water is a Human Right
http://www.right2water.eu/de

 

Gesundheitswesen

BUKO und Buko-Pharmakampagne Bielefeld www.bukopharma.de
30-Jahre-Feier am 16.+17.09. 2011 in Bielefeld

LLL International - Lalecheliga
Deutscher Zweig zur Förderung des Stillens, gegr. 1956
www.lalecheliga.de

Terre des Femmes
www.frauenrechte.de

AGB Aktionsgruppe Babynahrung e.V. (Göttingen), member of IBFAN (International Baby Food Action Network (Träger des alternativen Nobelpreises)
http://babynahrung.org

• Slow Food Deutschland e.V., Frankfurt
www.slowfood.de

Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten
(eine Einrichtung der BZgA [Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung] sehr reichhaltige Links!!)
http://www.gesundheitliche-chancengleichheit.de/

Sonstige wichtige Organisationen etc


25 Jahre Afrika-Festival Würzburg (1989>2013)

Dieses nicht kommerzielle Festival hat sich mittlerweile zum grössten und bedeutendsten Musikereignis zur afrikanischen Musik und zu den afroamerikanischen Traditionen in Europa entwickelt. Wesentliche Initiatoren und Organisatoren, hier speziell Dr. Stefan Oschmann, entstammen einer Studenteninitiative der 80er Jahre, im Rahmen derer damals auch die ethnomedizinische Zeitschrift Salix herausgegeben wurde. Das Organisationskommittee führte 2004 in Timbuktu mit Unterstützung der GTZ, der VW-Stiftung und anderen Organisatoren als Pendant das „Festival du Désert“ durch. Das Motto des 16. Würzburger Afrika-Festivals war: 10 Jahre Freiheit. Südafrika 1994 -2004 / 10 Years of Freedom. South Africa 1994 - 2004. Celebrate South Africa. Für 2005 hiess das Motto: International Afro Roots Festival. 2006 wurde die Fussball-WM mit dem Motto: Die Welt zu Gast bei Freunden einbezogen. 2007 konzentriert sich das Festival auf "The black Atlantik" mit einem Schwerpunkt zu afrikanischer Musik aus Brasilien. 2009: Musik und Kultur von nomadischen Völkern - 2010: Schwerpunkt Südafrika im Jahr der Fussball-WM - 2013: 25. Festival > 30. Mai - 2. Juni 2013.
26. Festival: 29. Mai - 1. Juni 2014
http://www.africafestival.org Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

100 Jahre Difäm (1906 >2006)

Deutsches Institut für Ärztliche Mission in Tübingen Am 12. Januar 2006 wurde das Jubiläumsjahr des Difäm mit der Vernissage zur Ausstellung "100 Jahre Difäm - Der Mensch ist die Medizin des Menschen" offiziell eröffnet. Kurzinfo: Das Difäm leistet über ein großes Netzwerk von Partnern in Übersee, der Großteil in Afrika, umfassende Hilfe. Dies geschieht durch Beratung von Gesundheitsprojekten, Lieferung von Medikamenten und medizinischem Material, Vernetzung und Ausbildung von ausreisendem und einheimischem Fachpersonal. Schwerpunkte der finanziellen Hilfe ist die Bekämpfung von Tuberkulose, Malaria, Lepra und Aids. Die Gesundheit von Mutter und Kind sowie medizinische Ausbildung und Zugang zu Arzneimitteln stehen im Vordergrund. Difäm - Gesundheit in der Einen Welt
Mohlstrasse 26, D-72074 Tübingen,
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. www.difaem.de

45 Jahre medico international (1968 > 2013)

"Hilfe im Handgemenge, denn Krankheit macht arm, Armut macht krank!" So lässt sich der Teufelskreis beschreiben, dem die Menschen in den arm gehaltenen Regionen der Welt ausgeliefert sind..... www.medico.de

30 Jahre Terre des Femmes e.V. (1981 > 2011)

Brunnenstrasse 128, 13355 Berlin
www.frauenrechte.de
http://frauenrechte.de/online

40 Jahre Aktion Dritte Welt e.V. - informationszentrum 3. welt (iz3w) - Freiburg im Breisgau (1970 > 2010)

Gezielte entwicklungspolitische Bildungsarbeit // Projekttage zu Menschenrechten und anderen engagierten Themen
www.freiburg-postkolonial.de/Seiten/anthropologische-schaedelsammlungen.htm //
das grösste Archiv, öffentlich zugänglich mit über 800 Zeitschriften (davon 200 laufende) und umfangreicher "grauer" Literatur, verbunden, auch über die Uni-Bibliothek Freiburg und den Zentralkatalog Deutscher Bibliotheken u.a.
www.iz3w.org www.archiv3.org
Eine Definition zum Programm Warum sagen wir 3. Welt
https://www.iz3w.org/wir_ueber_uns/der-begriff-201edritte-welt201c

45 Jahre Gesellschaft für bedrohte Völker
GfbV (1968 > 2013)

alt

Titel Kalender 2013

## GfbV-BILDKALENDER jährlich ab ca September lieferbar. Der jährlich liebe- und gehaltvoll edierte Bildkalender “LEBENSZEICHEN" hat für 2014 das Jahresthema:
Stark und verletzlich - Frauen 2014.Din A 3, 12 farbige Monatsbilder mit umfangreichen Dokumentationen auf der Rückseite, 19,90 zzgl. Versandkosten.

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Ges. f. bedrohte Völker, Pf 2024, D-37010 Göttingen www.gfbv.de

b pdf PDF  Kurzer Pressetext 2014

Frankfurt/Oder: Neuer Masterstudiengang für "Komplementäre Medizin - Kulturwissenschaften - Heilkunde" (M.A.)

Erstmalig in Deutschland begann zum Somnmersemester 2009 ein Masterstudiengang, der komplementärmedizinische und kulturwissenschaftliche Kompetenzen miteinander verbindet. Das 2007 gegründete Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften (INTRAG, Prof. Hartmut Schröder) an der Europa-Universität Viadrina möchte die kulturwissenschaftliche Perspektive stärker in die gesundheitswissenschaftliche Diskussion einbringen und im Rahmen einer praxisorientierten Ausbildung für Berufspraktiker zur Verfügung stellen. Weiteres bei
http://www.master-kmkh.eu/ http://intrag-online.eu/

40 Jahre Zist e.V. zu Penzberg (1973>2013)

Zist ist ein Zentrum zur persönlichen und beruflichen Fortbildung in potentialorientierter Selbsterfahrung und Psychotherapie. Der in der Satzung des Vereins ZIST e.V. niedergelegte Zweck ist „die theoretische und praktische Arbeit auf dem Gebiet der humanistischen Psychologie. Diese widmet sich der Erforschung und Entfaltung des menschlichen Potentiales von Individuen in ihrem sozialen Bezug“. Der in ZIST praktizierte Ansatz integriert unterschiedliche Quellen und Traditionen und drückt sich aus in einer Vielfalt von Angeboten. ZIST ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Adr: ZIST e.V., Zist 1, D-82377 Penzberg,
Tel:+49(8856)9369-0, Programm 2013 erschienen
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. www.zist.de

Anmerkungen zum Stichwort Schamanismus / Neoschamanismus

• Schamanismus / Schamanentum

Das Wort Schamane stammt aus der evenkischen (süd-tungusischen) Sprache in Sibirien (šaman) und bedeutet, "einer der erregt, bewegt, erhoben ist". Andere Erklärungen sind wenig plausibel. Schamanen sind in vielen Kulturen beheimatete Heilkundige, Wahrsager und Priester, meist zentrale Autoritätspersonen, die eine lange Ausbildung hinter sich haben und im Gegensatz zu anderen traditionellen Heilkundigen, früher auch oft Medizinmänner genannt, unter Gesang und der immer eingesetzten Schamanentrommel selbst in Ekstase gehen, um im Kontakt mit dem Jenseits bzw. in einer Himmelsreise Erkenntnisse und Fähigkeiten für die Heilung ihres Patienten oft unter Beteiligung der Gemeinschaft zu gewinnen bzw. mitzubringen. Der Status wird im Rahmen einer Initiation erreicht, die in Phasen verlaufen kann und häufig mit einer sogenannten "Schamanenkrankheit" beginnt, im Rahmen derer es zu einem Berufungserlebnis kommt.

Das Schamanentum wurde ursprünglich als die Religion der zirkumpolaren Völker (insbesondere Sibirien und Inuit-Regionen) beschrieben. Heute werden in der Ethnologie schamanische Elemente weltweit in verschiedenen traditionellen Formen der psychotherapeutischen Behandlung dargestellt. Der „Schamanismus“, ein seit den ersten Beschreibungen immer heiss und oft kontrovers diskutiertes Thema, hat heute eine breite Aufwertung erfahren, Schamanen werden nicht mehr im Kontext psychopathologischer Entwicklungen interpretiert.

• Neoschamanismus

1) Damit werden alle Bestrebungen gemeint, die die sogenannten „schamanischen Elemente“ aus den traditionellen Formen der Heilkunde systematisch in einen neuen Kontext stellen und als neue Psychotherapieform zu vermarkten oder in moderne Medizinsysteme zu integrieren suchen. Dazu gehören auch Versuche moderner Psychotherapeuten, die strukturelle Wahlverwandtschaft zu den "schamanischen Kollegen" hervorzuheben. Diese Entwicklung ist insbesondere durch den Ethnologen Michael HARNER initiiert worden und hat ein umfassendes Netzwerk von Schülern entstehen lassen (Core-Schamanismus, Kernschamanismus). Man kann diese Entwicklung als eine Kollaterale im Zuge der Globalisierung interpretieren.

2) Neben anderen davon zu unterscheidenden Entwicklungen ist insbesondere die Arbeit und das Wirken der Ethnologin Felicitas GOODMAN zu erwähnen, die die Schamanenforschung im Rahmen ihrer Untersuchungen der Glossolallie (Zungenreden) der Pfingstgemeinden durch die Entdeckung der rituellen Körperhaltungen sehr bereicherte und neue therapeutische Trancetechniken für Patienten entwickelt hat, die auf ethnologischen Studien aufbauen.

Der hohe Grad an Selbsterfahrung in den entwickelten Psychotechniken sowohl bei Harner als auch bei Goodman hat wiederum die Möglichkeiten ethnologischer Methodik und den Interpretationshorizont des Themas verfeinert.

3) Das mit dem Ausdruck "Neoschamanismus" belegte kommerzialisierte "New Age" Phänomen der westlichen Post-Moderne ist wesentlich zu unterscheiden von der seit den 1960er Jahren stattfindenden post-kolonialen Wiederbelebung (revival) von schamanischen Traditionen in Nordamerika und Sibirien, die vor dem durch US-amerikanische und kanadische Gesetzgeber sowie durch ekklesiastische Autoritäten, bzw. durch zaristische und sowjetische Staatsgewalt, unterdrückt wurden (Hinweis Wolfgang Jilek).

• Literaturhinweise (Auswahl aus der Fülle) zum Thema Schamanismus:

HAAS Jochen U. 1976. Schamanentum und Psychiatrie. Untersuchungen zum Begriff der 'arktischen Hysterie' und zur psychiatrischen Interpretation des Schamanentums zirkumpolarer Völker. (Bedeutende kritische Dissertation aus ethnologischer Perspektive). Freiburg i. Br.: Albert-Ludwig-Universität.

SCHENK Amelie & RÄTSCH Christian (Hg) 1999. Was ist ein Schamane? Schamanen, Heiler, Medizinleute. Im Spiegel westlichen Denkens. What is a Shaman? Shamans, Healer, and Medicine Men from a Western Point of View. Curare-Sonderband 13. Berlin: VWB – Verlag für Wissenschaft und Bildung www.vwb-verlag.com

WALLIS Robert J. 2003. Shamans / Neoshamans: Ecstasy, alternative archaeologies, and contemporary pagans. London: Routledge.

JILEK Wolfgang G. 2003. Vom dämonischen Scharlatan zum psychisch Gestörten zum fachkundigen Psychotherapeuten zum postmodernen Seelenführer. Westliche Vorstellungen vom Schamanen und deren Hintergrund. Curare 26,1+2 (2003)57-66.
Aktuelle Artikel

ELIADE Mircea 1957 (erste deutsche Ausgabe). Schamanismus und archaische Ekstasetechnik. Zürich, Stuttgart.

MÜLLER Klaus E. 1997 (1ste Aufl). Schamanismus. Heiler, Geister, Rituale. München: CH Beck (TB Wissen).

Die führende Fachzeitschrift zum Thema Schamanismus:

Shaman ab Vol.1,1(1993)- , ed. by Mihály Hoppál u Ádám Molnár (beide Budapest).
ISSN 1216-7827 Molnar & Kelemen Oriental Publishers, Szeged, P.O.Box 1195, H-6701, Hungary).
http://www.folkscene.hu (Bestandteil der Literatursammlung der AGEM in Heidelberg)

Beiträge zum Thema Schamanismus
in der Zeitschrift Curare: siehe pdf und
Literaturdokumentation >Transkulturelle Psychiatrie

• Website zum Thema Schamanismus (Auswahl):

Besonders umfassend und informativ zur Literatur sind die Websites von Torsten PASSIE:

www.schamanismus-information.de mit weiterführenden, vertiefenden Links

und

http://www.bewusstseinszustaende.de/index.php?id=6

 

• Websites zum Stichwort Neoschamanismus (Auswahl): Zusammengestellt für ein Studium des Themas aus medizinethnologischer Perspektive

www.fss.at

http://www.shamanism.com/

http://www.shamanism.org/

www.institut-infomed.de (Ehemals Ethnomed e.V.)

www.schwitzhuetten.de

http://www.svensauter.de

www.schamanisches-netzwerk-europa.eu

www.taraprocess.com

www.wasiwaska.org

http://www.salvia-divinorum.at

• Rituelle Körperhaltungen nach Felicitas Goodman

www.felicitas-goodman-institut.de

www.ekstatische-trance.de

Geistiges Heilen und Newsletter

www.spirituelles-portal.de Newsletter alle zwei Wochen mit Terminen

Dachverband Geistiges Heilen http://www.dgh-ev.de

Basler Psi-Verein www.bpv.ch (engmaschiger Newsletter)

Referenten des bpv http://www.bpv.ch/content/referenten.html

Sonstiger Terminkalender www.reiki.de

Anmerkungen zu Esoterik aus
medizinethnologischer Sicht (im Aufbau)

Eine informative Website
http://hermetik.ch

Korrespondieren Sie mit der Redaktion dieser Website.
Inhalt und Redaktion: Ekkehard Schröder
Kontakte

Weitere Stichworte zu aktuellen Themen und Entwicklungen aus dem Bereich Gesundheit und Krankheit, die für medizinethnologische Fragestellungen und Erforschungen bedeutsam sind, können hier eingebaut werden.
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 11. April 2014 um 08:20 Uhr