Die aktuelle Tagung in Vorbereitung / The recent meeting in preparation / la conférence actuelle PDF Drucken E-Mail

• 1973 - 2013 •
40 Jahre Fachkonferenzen Ethnomedizin

 

Datenstand:  09. April 2014 

[see also below 'other selected forthcoming events']



• 27. Fachkonferenz der AGEM e.V. on
- Global Mental Health-

27.- 29. Juni 2014,

Heidelberg, im Völkerkundemuseum

Fr. 15 Uhr - So. 13 Uhr

b pdf CfP-German Version

b pdf CfP-English Version

Deadline for CfP extended from April 10 to April 22 !

- Global Mental Health -

Psychische Gesundheit und Krankheit in Afrika, Asien und Lateinamerika aus ethnologischer und kulturpsychiatrischer Sicht /
Mental health in Africa, Asia and Latin America from an anthropologic and cultural psychiatric point of view.

Einladung und Call for Papers
Contributions can be made also in English

Psychische Gesundheit und Krankheit entstehen aus der komplexen Interaktion zwischen biologischen, psychischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Faktoren. Die bisher am wenigsten systematisch und kritisch untersuchten Faktoren in diesem Bedingungsgefüge sind die ökonomischen und kulturellen Einflussgrößen.

Weltweit sind etwa eine halbe Milliarde Menschen neuropsychiatrisch erkrankt, sie leiden unter Depressionen, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit, Schizophrenie, Demenz, Epilepsie oder an anderen neurologischen oder psychiatrischen Störungen. Von diesen Erkrankten leben mehr als 80% in Entwicklungs- oder Schwellenländern. Der Mangel an sicheren Arbeitsverhältnissen, geringe Bildungschancen, Armut, Fehl- und Mangelernährung, ein ungemein rascher Umbau traditioneller Strukturen und nicht zuletzt auch Krankheiten wie HIV/Aids bedrohen auch die psychische Gesundheit. Die meisten psychisch Kranken erhalten keine entsprechende Behandlung. Viele sind stigmatisiert, mit Vorurteilen belegt und ausgegrenzt, wesentliche Menschenrechte werden ihnen vorenthalten.

Neuropsychiatrische Erkrankungen wurden lange Zeit von Verantwortlichen im Gesundheitssektor (Public Health) vernachlässigt. In den Blickpunkt einer größeren Öffentlichkeit rückte das Thema "Psychische Gesundheit" durch den Weltgesundheitsbericht der WHO im Jahr 2001. Die einflussreiche medizinische Zeitschrift Lancet hatte im Jahre 2007 mit der 6-teiligen Serie "Global Mental Health" und im Jahre 2011 mit einer 5-teiligen Serie zum gleichen Thema dieses Thema auf das internationale Podium gebracht. Allerdings spielen in den Beiträgen medizinethnologische Überlegungen eine untergeordnete Rolle.

„Psychische Gesundheit – Mental Health“ darf kein Privileg der reichen Nationen sein, daher soll es in dieser Tagung um die Menschen gehen, die in Afrika, Asien und Lateinamerika leben. Wir wollen uns mit Diagnosesystemen, mit Behandlungsmöglichkeiten und mit Einflussfaktoren auf psychische Gesundheit und Krankheit aus ethnologischer und kulturpsychiatrischer Sicht auseinandersetzen. Zu solchen Einflussfaktoren gehören unter anderem: Die zunehmende Urbanisierung, Bevölkerungszunahme und Anstieg des Lebensalters und damit einhergehender demographischer Wandel, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Armut. Bewaffnete Konflikte und Naturkatastrophen führen zu akuten und sequentiellen Traumatisierungen und entsprechenden psychischen Folgen. Die Stigmatisierung, Diskriminierung und Ausgrenzung psychisch erkrankter Menschen führt für viele der Betroffenen zu einem "sozialen Tod", wie Arthur Kleinman das nennt. Traditionelle Heilkundige spielen sowohl bei Diagnose als auch bei der Behandlung eine wichtige Rolle. Nach wie vor ist es der erweiterte Familieverband, der bei ökonomischen, sozialen oder gesundheitlichen Problemen Sicherheit und Unterstützung gewährt.

Wir bitten alle Interessierten an der Gestaltung der Tagung mit zu wirken und möchten Mitglieder der AGEM aber ebenso auch Nichtmitglieder ansprechen, sich aktiv an dieser Tagung zu beteiligen. Sie sind herzlich eingeladen, Vorträge zur Tagung einzureichen.

Mit „Global Mental Health“ soll der begonnenen Diskurs (vgl. CfP von St. Augustin) um das allgemeinere Postulat einer  sogenannten „Global Health“ zwischen realen Perspektiven und ‚konkreter Utopie‘ themenspezifischer mit Blick auf psychische Versorgungslandschaften und deren Dynamik fortgeführt werden. Zur psychischen Gesundheit aus transkultureller Perspektive gibt es ja im deutschsprachigen Bereich etliche Foren. Mit dieser Tagung wollen wir aber den Blick explizit auf die derzeit hier eher marginal behandelten Situationen ausserhalb Europas richten. Angesprochen werden sollen vor allem jüngere KollegInnen aus den verschiedenen Bereichen des ‚interdisziplinären Arbeitsfeldes Ethnologie und Medizin‘, die hierzu ihre Forschungen machen oder ihre Erfahrungen reflektieren wollen.

Charakter der 27. Fachkonferenz: Seminarcharakter, wie bei den letzten Konferenzen, 45 min pro Präsentation (inklusive Diskussion, also je gestraffter der Vortrag, je länger der Diskussion), Deutsch oder Englisch.

Keine Parallelveranstaltungen.

Es sind keine Fördermittel vorgesehen.

Deadline für den Call for Paper: 10. April 2014 > erweitert /
extended April 22, 2014 !

Abstract: ca 200-250 Wörter

Kontakte:

Ekkehard Schröder, Potsdam Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.

Wolfgang Krahl, München Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
(ab 21.3.-20.4.14 wegen Exkursion per Email nur punktuell erreichbar, daher Korrespondenz an E. Schröder und cc Krahl)

AGEM: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.  

Teilnahmebeitrag (Umlage) für die Organisation: 40 € Nichtmitglieder, 30 € Mitglieder, Studenten 15 €. RererentInnen sind frei. Organisatorische Details kommen sukzessive in die Website der AGEM.

Die Konferenz wird mit einer Mitgliederversammlung der AGEM verbunden sein.

Beste Grüsse

Wolfgang Krahl (Vorsitzender AGEM),

Ekkehard Schröder (Redaktion Curare)

Unterkünfte in Heidelberg
Für die 27. Fachkonferenz sind keine speziellen Vorkehrungen für Unterkünfte vorgesehen, da sich aus Erfahrung viele Teilnehmer in Heidelberg selbst organisieren. In der Altstadt sind Hotels teurer. DZ lohnen sich oft. Günstigere Hotels in den angrenzenden Gemeinden mit günstiger Anbindung an die Altstadt, zum Beispiel

in Dossenheim:
Hotel Heidelberger Tor www.hotelheidelbergertor.de
Hotel Midori http://www.midori-guesthouse.com

in Neckargmünd:
Hotel Kredell www.hotel-kredell.de

Jugendherberge und Hostels in Heidelberg leicht im Web zu finden.

Zu Tagung siehe auch Link bei GI

http://www.goinginternational.eu/newsletter/2014/02_newsletter_d.html#specialheader

 


zuletzt 26. AGEM-Fachkonferenz:
15. - 17. November 2013, St. Augustin

b pdf Programm

'Stranger and Friend.' Der Platz langfristiger Feldforschungen in den Diskursen zur 'Global Health'/ 
The Place of Long-term Anthropological Field Research for the Project of 'Global Health'.

Information zum Tagungsort:
D-53757 St. Augustin, Arnold-Janssen-Strasse 30
(Philosophisch-Theologische Hochschule SVD,
hier fand im Seminarraum 4 die Tagung statt)

Anthropos-Institut als Gastgeber (Nr. 20) und Museum Haus Völker und Kulturen (Nr. 26) weitere Orte im Programm.

http://www.pth-augustin.eu/pth/institute/anthropos.php

http://www.haus-voelker-und-kulturen.de/  



• K
onferenzdetails siehe im Archiv
Fachkonferenzen-ethnomedizin-seit-1973 


• Geschichte / History
30 Jahre "Fachkonferenzen Ethnomedizin"
der AGEM (1973 – 2003)
 


Other selected forthcoming events

• Germany, Austria, Switzerland

St.Peter-Ording, 4.-6.4.2014, 28. Jahrestagung der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie
http://www.psychohistorie.de

Köln, 16.-17.5.2014, zu "Migration und Gesundheit - Risiken und Ressourcen", veranstaltet in der LVR Klinik Köln, Programm und Näheres im Tagungskalender
http://www.rk-koeln.lvr.de/fort+und+weiterbildung.htm

Tübingen, 27.-28.6.2014, „Christian Responses to Health and Development. International Conference of the German Institute for Medical Mission (DIFAEM). http://www.goinginternational.eu/pdfs/recommendations//44038Symposium_Tubingen_Flyer.pdf

Innsbruck, 27.6.2014, "10.Tagung 'PsychTransKultTag' Tirol": TranskulturArbeiter_innen".  Haus der Begegnung, Rennweg 12, Innsbruck, Tel. 0512/587869/12, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
b pdfProgramm

Wien (!), 11.-13.9.2014; "8. Kongress des DTPPP"
http://www.transkulturellepsychiatrie.de/kongresse/innsbruck-2014/


Göttingen
, 9.-11.10.2014, Jahrestagung der Akademie für Ethik in der Medizin: "Technisierung in der Medizin als ethische Herausforderung".
www.aem-online.de

Europe

London, April 3-4, 2014: Does my Culture affect your Care: activities/Does_my_Culture_affect_your_Care.pdf

Tallinn, July 31 - August 3, 2014. EASA 2014: (Biennal of Europ.Ass.Soc.Anthropol): "Collaboration, Intimacy & Revolution - innovation and continuity in an interconnected world." 
Panels with health related issues e.g.: 013 - 066 - 072 - 079 - 081 - 098 - 101 (convenors: Helene Basu and William Sax) - 108. 
http://www.easaonline.org/conferences/easa2014/index.shtml

 


• Kompletter Tagungskalender /
complete meeting calendar

Meeting Calendar /Tagungen

• Past events: AGEM-Workshop auf der
DGV-Tagung Wien 2011, siehe >Aus der AGEM


• Past events: Ethnobotanik-Workshop auf der
DGV-Tagung Mainz 2013,
b pdfCurare 36(2013)3: 166-167



Sonstiges / Other information:

Zum Völkerkundemuseum Heidelberg

Häufigster Tagungsort der "Fachkonferenzen Ethnomedizin" in den Jahren 1984, 1986, 1988, 1990, sowie 2003, 2006, 2009, 2010 und erneut vom 8.-10. Juni 2012 (25. Fachkonferenz)

im Völkerkundemuseum der Josephine & Eduard von Portheim-Stiftung, Hauptstr. 235, 69117 Heidelberg www.voelkerkundemuseum-vpst.de

Andere AGEM-Tagungen in Heidelberg 1974 (im Südasieninstitut, SAI), 1977 (in der Stiftung Rehabilitation), 1993 (in der Stadthalle).

Tatort: Zur Geschichte des Völkerkundemuseums
der JEvP-Stiftung findet der Interessierte in dieser PDF zur 1. Goldschmidt-Lecture (Prof. Martin Sattler, Heidelberg 2005) Informationen, die auch als guter Beginn einer Bewältigung der dunklen Nazi-Zeit Deutscher Wissenschaftspolitik in Heidelberg als Tatort gesehen werden können.

b_pdf PDF zum Download

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 10. April 2014 um 21:34 Uhr