Aktuelle 25. AGEM Fachkonferenz 8. - 10.6.2012 (Heidelberg)
--- Past events (Wien) --- Sonstige Hinweise / other informations: AMADES Brest/Fr, Mai 2012 / EASA Nanterre, Juli 2012 --- Völkerkundemuseum Heidelberg
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25. Fachkonferenz Ethnomedizin 8.-10. Juni 2012 in Heidelberg Völkerkundemuseum
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Diskurse um Körpermodifikationen im 'interdisziplinären Arbeitsfeld Ethnologie & Medizin'
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Call for Papers
In allen Kulturen werden Veränderungen am menschlichen Körper vorgenommen, die oft bleibenden Charakter haben und haben sollen. Die Bedeutungen, Veränderungen am Körper vorzunehmen, etwas wegzuschneiden, etwas hinzuzufügen, etwas umzugestalten, auch wieder zu revidieren oder zu ergänzen, bleiben historisch und lokal betrachtet sehr unterschiedlich und vielfältig. Aus ethnologischer Perspektive sind diese Veränderungen Ausdruck von kulturellen Traditionen, während aus rein biomedizinischer Sicht manche Praktiken eher eine Beschädigung des Körpers darstellen und sich auf Normierungen im Rahmen medizinischer Diskurse beziehen. Es lässt sich eine Vielfalt von verschiedenen Körpermodifikationen nennen, die im Spannungsfeld zwischen Ethnologie und Medizin betrachtet werden können.
Themen können Tattoo heute, Piercing, Schönheitsoperationen etc. sein, die sowohl im Euro-Amerikanischen Raum als auch in den verschiedensten Kulturen mit unterschiedlichen Bedeutungen ihre Anwendung finden, aber auch Operationen jeglicher Art am Körper, Cyborgs, etwa die Frage, wie die technische Durchdringung menschlicher Körper die Lebensqualität beeinflusst, zum Beispiel bei Implantaten oder einem Dauershunt bei der Abhängigkeit von einer künstlichen Niere. Ebenso können körperbildsteuernde Essverhalten und deren gesellschaftliche Konstruktion, Selbstverletzungen ritueller oder subkultureller Art etc. thematisiert werden.
Das hierzu gehörende bedeutsame Thema der FGC/FGM (weibliche Beschneidung) ist im Rahmen der AGEM-Konferenzen wiederholt angesprochen, aber noch nie zentral und insbesondere medienkritisch und diskursanalytisch in den Fokus gerückt worden. Es soll unter der ethnologischen Perspektive mit Fokus auf das derzeit aktuelle Stichwort "Body-Modifikation" einen breiteren Rahmen erhalten und ausführlich diskutiert werden.
Interessant erscheint, dass viele dieser modifizierenden Praktiken vornehmlich den weiblichen Körper betreffen. Daher könnten Verbindungen zu einem weiteren übergreifenden Rahmen, nämlich Frauengesundheit und zu den in die Kritik geratenen, sogenannten schädlichen kulturellen Praktiken gezogen werden, die als Themen und Problemstellung internationale Bedeutung im Zusammenhang der Diskussionen nicht nur um Menschenrechte, sondern auch der Neokolonialismus-Kritik und dem Sinne und Unsinn der Entwicklungszusammenarbeit im Bereich Ethnologie und Medizin gewonnen haben. Das schliesst eine kritische Beleuchtung der Verwendung des Begriffs „schädliche Praktiken“ ein.
Ziel dieser Tagung ist es, die unterschiedlichen Weisen zu untersuchen, in der Körper und Selbst geformt und verändert, sowie kulturelles Wissen und kulturelle Praktiken vermittelt und umgestaltet werden. Die Frage, was überhaupt als Körperveränderung gilt, ist ebenso bedeutsam wie die Analyse verschiedener Techniken und deren Bedeutung. Das Programm ist abgeschlossen (31.03.2012).
Sie sind herzlich zur Teilnahme eingeladen!
. Tagungsbeitrag: 50 Euro, für Mitglieder der AGEM 40 Euro, Studenten mit Nachweis 30 Euro.
. Anmeldung: formlos per Email oder per Post unter Angabe von Adresse (mindestens Ort und Email, Beruf bzw. Studienrichtung und einer Erklärung, dass die Anmeldung verbindlich gemeint ist). Spätere Absagen daher angemessen rechtzeitig, damit für die begrenzten Räume im Museum die Planung übersichtlich und unbürokratisch bleibt.
. Bezahlung unter Angabe (betreff): "Teilnahme 25 FK AGEM 2012", sowie Name und Vorname
auf das Konto der AGEM, siehe bei Kontakte.
Es erfolgt eine Bestätigung per Email.
Bezahlung auch vor Ort bar noch möglich.
. Datenstand 1. April 2012
Für Teilnehmer aus dem psychologischen und ärztlichen Bereich werden CME Punkte beantragt.
Beste Grüße
Wolfgang Krahl (Vorsitzender AGEM), Ekkehard Schröder (Redaktion Curare), Elena Jirovsky (Schriftführerin AGEM)
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Geschäftsadresse AGEM: AGEM-Redaktion Curare c/o Ekkehard Schröder Spindelstrasse 3 14482 Potsdam
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Vorläufiges Programm
Abstracts (Stand 1. Mai 2012)
Siehe auch Hotelhinweise unten
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